Ofra Yeshua-Lyth: Ein Plädoyer für ein neues säkulares Jerusalem. Erinnerungen

Posted on 07 Februar 2015

Palästina-Tage 2014
Donnerstag, 09.10.2014 19:30

Die in Israel geborene Journalistin Ofra Yeshua-Lyth war lange Jahre Korrespondentin und Redakteurin der israelischen Tageszeitung Maariv und arbeitete in den 80er Jahren als Korrespondentin u.a. in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn und in Washington D.C. Später gründete sie ein PR-Büro in Tel Aviv.
Zurzeit ist sie in verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Initiativen aktiv, welche die Idee von einem gemeinsamen demokratischen und säkularen Staat im historischen Palästina voranbringen möchten.

Das Buch von Ofra Yeshua-Lyth „The Case for a Secular New Jerusalem. A Memoir“ (hebr. 2011, engl. Ü. 2014) fordert das Konzept “Jüdischer Staat” heraus. Anhand einfacher Familiengeschichten, unter anderem von ihren beiden Großmüttern, die aus dem Jemen und aus Russland nach Palästina eingewandert waren, und journalistischer Erfahrungen zeichnet es ein Bild von einer Gesellschaft, die sich als modern und demokratisch begreift, in Wirklichkeit aber tief von archaischen religiösen Ideen geprägt ist. Fast alle israelischen Juden, auch die sog. Linken, sind davon überzeugt, dass ein Zusammenleben mit Nicht-Juden unmöglich ist. Die Besatzung der palästinensischen Gebiete ist das Ergebnis einer politischen Kultur, welche alle nicht-jüdischen Ureinwohner als “demographische Gefahr“ definiert.

Lesung und Diskussion auf Deutsch

EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80, E01 (Großer Saal)
Eintritt 7 Euro


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